{"id":1053,"date":"2012-12-30T22:12:39","date_gmt":"2012-12-30T20:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/g4rf.net\/?p=73"},"modified":"2023-07-02T10:00:58","modified_gmt":"2023-07-02T08:00:58","slug":"versuche-mit-mate-als-erfrischungsgetraenk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jankosyk.de\/en\/versuche-mit-mate-als-erfrischungsgetraenk\/","title":{"rendered":"Versuche mit Mate als Erfrischungsgetr\u00e4nk"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Dieser Post ist die Beschreibung der Versuchsreihe. Zum <a href=\"https:\/\/jankosyk.de\/rezept-fur-mate\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4732\">Rezept geht es hier lang<\/a>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><b>Warum sollte ich mir eigentlich den Aufwand machen, selber ein Mate-Erfrischungsgetr\u00e4nk herzustellen. Inzwischen haben wir doch eine Vielfalt an Matesorten: <a href=\"http:\/\/www.club-mate.de\/\">Club Mate<\/a>, <a href=\"http:\/\/leetmate.de\/\">1337 Mate<\/a>, <a href=\"http:\/\/flora-power.de\/\">Flora Power<\/a>, <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/MioMioMate\">Mio Mio Mate<\/a> und noch einige mehr. Die Sache: Alle auf dem Markt befindlichen Matesorten sind mir zu s\u00fc\u00df.<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb fasste ich vor einiger Zeit den Entschluss, selbst Mate herzustellen. Die Maxime ist, weniger Zucker zu verwenden. Ich machte mich auf ins Internet.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nicht viele gut verwendbare Beitr\u00e4ge im Internet, die sich mit der Mateherstellung befassen. Das Grundrezept lie\u00df sich aber schnell finden. Prinzipiell besteht Mate aus vier Zutaten: Mate-Tee, Rohrzucker, Zitronensaft und Kohlens\u00e4ure. Die Art der Herstellung gibt zwei grunds\u00e4tzliche Wege vor; den Mate in kochendem Wasser geringe Zeit ziehen zu lassen oder mittels Kaltwasserauszug \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum schonender den Mategeschmack zu erhalten.<br>Einmal im Weltnetz, bestellte ich mir gleich <a href=\"http:\/\/www.flaschenbauer.de\/saftflaschen\/fruchtsaftflaschen-to.html\/saftflasche-0-5-l-wei-to-38-12.html\">20 Flaschen<\/a> samt <a href=\"http:\/\/www.flaschenbauer.de\/catalog\/product\/view\/id\/713\/s\/twist-off-verschluesse-38-12-schwarz\/category\/12\/\">Einwegdeckel<\/a> bei Bauer um das Endprodukt abzuf\u00fcllen.<br>Au\u00dferdem kaufte ich bei Delicatino die Matesorte <a href=\"http:\/\/www.mate-tee.de\/catalog\/product_info.php?products_id=91&#038;osCsid=ceba1658c1fa420551f18c5a8c2e354d\">Rosamonte<\/a>. Ich entschied mich f\u00fcr Rosamonte, da dieser laut Beschreibung und Kommentaren recht stark sein sollte. Zus\u00e4tzlich bekam ich kurz darauf noch <a href=\"http:\/\/www.mate-tee.de\/catalog\/product_info.php?products_id=83&#038;osCsid=ceba1658c1fa420551f18c5a8c2e354d\">Amanda<\/a> geschenkt. Amanda ist bekannt als milder Einsteiger-Mate.<br>Den Rohrzucker bekam ich bei meinem Konsum des Vertrauens um die Ecke, zus\u00e4tzlich ergatterte ich bei Kaufland noch \u201ctea friends\u201d Teebeutel der Gr\u00f6\u00dfe M.<br>F\u00fcr die Kohlens\u00e4ure dachte ich an Soda oder \u00e4hnlich alte Hausmittel, an beigemengtes Mineralwasser oder an einen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wassermaxx\">WasserMaxx<\/a>. Der WasserMaxx war nicht meine erste Wahl, da sehr preisintensiv. Nach einer kurzen, erfolglosen Suche nach Soda oder \u00e4hnlichem, entschloss ich mich f\u00fcr eine Beimengung von Mineralwasser. Das funktionierte aber nur leidlich; einerseits brauchte ich daf\u00fcr Matesud bzw. -sirup, andererseits ist Mineralwasser nicht geschmacksfrei und verf\u00e4lschte mein Wunschergebnis. So landete ich dann doch bei einem WasserMaxx, gekauft \u00fcber eBay f\u00fcr knapp 40 EUR samt Gaskartusche f\u00fcr 60l Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Versuch 1<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Ich kramte unseren 5l Kochtopf hervor, bef\u00fcllte ihn mit Wasser und stellte ihn bei h\u00f6chster Stufe auf den Herd. W\u00e4hrend das Wasser hei\u00df wurde, habe ich 4 Teebeutel mit je 3 Essl\u00f6ffeln Rosamonte gef\u00fcllt und mit einem Tacker verschlossen. Die Teebeutel und das Verschlie\u00dfen selbiger ist \u00e4u\u00dferst notwendig, da der WasserMaxx sehr empfindlich auf Schwebeteilchen reagiert; deshalb ist dem Topf auch noch kein Zucker zugegeben.<br>Sobald das Wasser kochte, warf ich die Teebeutel hinein, stellte jedoch nicht den Herd aus. Das war weniger gut, wie ich merkte; es ist besser den Topf vom Herd zu nehmen und den Mate nur ziehen zu lassen.<br>Zehn Minuten sp\u00e4ter fischte ich die Teebeutel heraus und packte sie beiseite (ist f\u00fcr sp\u00e4ter noch wichtig). Meine einzelnen Flaschen bef\u00fcllte ich nun mit 2 Teel\u00f6ffel Rohrzucker und 1 Essl\u00f6ffel Zitronensaft. Den Mate aus dem Topf jagte ich ich, warm wie er war, durch den WasserMaxx (ziemliche Sauerei) und bef\u00fcllte damit die Flaschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis war nicht befriedigend. Der Mate war bitterherb, sehr s\u00fc\u00dflich und hatte zu wenig Kohlens\u00e4ure. Fehler waren die zu lange Kochzeit, der viele Zucker und zu wenig Kohlens\u00e4ure durch die W\u00e4rme.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Versuch 2<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Ich setzte einen zweiten 5l Topf auf und lie\u00df das Wasser kochen. W\u00e4hrenddessen packte ich den Mate in Teebeutel (4 Teebeutel \u00e1 3 Essl\u00f6ffel macht 12 Essl\u00f6ffel), diesmal jedoch die Sorte Amanda. Der Rosamonte war schon alle, schlie\u00dflich trinke ich das Zeug auch so. Nach zehn Minuten nahm ich die Teebeutel heraus, legte diese zu den anderen und stellte den Topf ins Kalte (K\u00fchlschrank oder um diese Jahreszeit tut\u2019s auch der Balkon). Dort sollte er nun \u00fcber Nacht abk\u00fchlen, in der Hoffnung, dass sich der kalte Mate besser mit Kohlens\u00e4ure versetzen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Versuch 3<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommen die beiseite gelegten Teebeutel zum Einsatz. Diese sind durchs kurze Kochen um ihr Bitterstoffe erleichtert, enthalten aber immer noch viele Gerbstoffe und Koffein, also das was wir f\u00fcr unser Erfrischungsgetr\u00e4nk brauchen. Ich teilte die acht Beutel auf zwei Einweckgl\u00e4ser auf, schmiss Zucker dazu und bef\u00fcllte die Einweckgl\u00e4ser bis obenhin mit kaltem Wasser. Danach kamen diese ebenfalls in die K\u00e4lte.<\/p>\n\n\n\n<p><i>\u2026eine Nacht vergeht\u2026 <\/i><\/p>\n\n\n\n<p><b>Fortf\u00fchrung von Versuch 2<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Da mir der Rohrzucker inzwischen ausgegangen war, musste ich mich mit normalem Industriezucker begn\u00fcgen. Da ich weniger S\u00fc\u00dfe haben wollte, nahm ich vom Industriezucker nur 2 Teel\u00f6ffel pro Flasche, belie\u00df es aber bei 1 Essl\u00f6ffel Zitronensaft. Die Sauerei beim WasserMaxx blieb eigentlich gleich. Die Optimierung lag hier vor allem im vorsichtigen Umgang mit dem Dosierungsknopf: Besser mehrere Male vorsichtig spr\u00fchen, als einmal richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis war erwartungsgem\u00e4\u00df weniger s\u00fc\u00df und durch mehr Kohelns\u00e4ure etwas spritziger. Au\u00dferdem war das bitterherbe nicht mehr ganz so schlimm, was ich aber auf die mildere Matesorte schiebe. Im Ganzen nicht das, was ich mir erhofft hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Fortf\u00fchrung von Versuch 3<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberrascht war ich von der feinen Herbe des Einweckglas-Mates. Trotz Auskochen hatte sich \u00fcber Nacht ein angenehm herbes Aroma breitgemacht. Einziger Fehler war eine starke S\u00fc\u00dfe, die durch viel Einsatz von Rohrzucker entstanden war. Da ich diesen Kaltwasserauszug sowieso mit Wasser strecken wollte, war das aber noch kein Problem.<br>Ich jagte diesmal pures Leitungswasser durch den WasserMaxx und bef\u00fcllte weitere Flaschen im gleichen Verh\u00e4ltnis mit Sprudelwasser und Mate.<\/p>\n\n\n\n<p>Ds Ergebnis war besser, aber nicht gut. Die Herbe verlor durch die Mixtur, die S\u00fc\u00dfe lie\u00df sich davon aber nicht beeindrucken. Durch den Kaltwasserauszug aber sehr begeistert, startete ich Experiment Nummer 4.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Versuch 4<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Das Verfahren ist schnell erkl\u00e4rt: Ich bef\u00fcllte diesmal 3 Teebeutel mit je 4 Essl\u00f6ffeln Amanda-Mate, tackerte selbige zu und versenkte sie in 5l kaltem Wasser. Dazu packte ich vorsichtige 12 Teel\u00f6ffel Zucker. Dann raus damit in die K\u00e4lte.<\/p>\n\n\n\n<p><i>\u2026und noch eine Nacht sp\u00e4ter\u2026<\/i><\/p>\n\n\n\n<p>Als ich den Topf am n\u00e4chsten Tag l\u00fcftete, lachte mir eine goldgelbe, durchscheinende Fl\u00fcssigkeit entgegen, die ziemlich nach Club Mate aussah. Nachdem ich probierte, war ich begeistert. Eine leichte, aber gut zu schmeckende Herbe und ein leicht s\u00fc\u00dfer Geschmack im Hintergrund. Ich h\u00e4tte mir mehr Herbheit gew\u00fcnscht, habe vom Amanda in die Richtung aber nicht viel erwartet.<br>Da ich nur wenig Zucker eingesetzt hatte und die Herbheit nicht mit beigemengtem Sprudelwasser weiter schm\u00e4lern wollte, wagte ich den Versuch und jagte die Fl\u00fcssigkeit direkt durch den WasserMaxx. Der Kohlens\u00e4ureanteil stieg durch den vorsichtigen Einsatz nicht erheblich, verbesserte aber die Spritzigkeit des Getr\u00e4nkes. Auf Zitronensaft verzichtete ich nach einem kurzen Test ganz.<\/p>\n\n\n\n<p><b>Fazit<\/b><br>Nun habe ich das Rezept f\u00fcr mein Mate-Grundgetr\u00e4nk. Die n\u00e4chsten Versuche werden sich definitiv mit dem Einsatz von Gew\u00fcrzen und Kr\u00e4utern befassen und ich werde versuchen den Kohlens\u00e4ureanteil zu erh\u00f6hen.<br>Vermutlich werde ich auch nochmal einen Kochversuch starten, da sich dabei gleich Gew\u00fcrze und Kr\u00e4uter besser verarbeiten lassen. Das l\u00e4uft dann auf einen Sud hinaus, da sich das nicht mehr durch den Wassermaxx pressen l\u00e4sst. Erspart die Teebeutel, verlangt aber die Beimengung von Sprudelwasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Fragen und Anmerkungen schreibt mir einen Kommentar, ich werde versuchen, ad\u00e4quat darauf zu antworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Post ist die Beschreibung der Versuchsreihe. Wenn Dich nur das Rezept interessiert, folge diesem Link. Warum sollte ich mir eigentlich den Aufwand machen, selber ein Mate-Erfrischungsgetr&auml;nk herzustellen. Inzwischen haben wir doch eine Vielfalt an Matesorten: Club Mate, 1337 Mate, Flora Power, Mio Mio Mate und noch einige mehr. Die Sache: Alle auf dem Markt befindlichen Matesorten sind mir zu s&uuml;&szlig;. Deshalb fasste ich vor einiger Zeit den Entschluss, selbst Mate herzustellen. Die Maxime ist, weniger Zucker zu verwenden. 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